Hosting Provider Umzug mit UpdraftPlus

Wer seinen Hoster wechselt, kann bei WordPress auf eine Vielzahl an Helfer Plugins zurückgreifen. Ich habe einige Plugins ausprobiert und mein Favorit ist derzeit das UpdraftPlus Plugin. Es gibt eine kostenlosen Variante und eine Premium-Version, für die allerdings ein paar Euronen fällig werden.

Wie ich beim Umzug einer Webseite vom Hosting Provider Hostgator zum Hosting Provider Siteground vorgegangen bin, werde ich in diesem Artikel etwas genauer erläutern.

Die einzelnen Schritte im Detail

Nachfolgend werde ich alle Schritt mit den notwendigen Screenshots beschreiben. Wer sich in einer ähnlichen Situation befindet, sollte sich daran gut orientieren können.

Schritt 1: UpdraftPlus Plugin installieren

Das UpdraftPlus Plugin kann via WordPress.org oder über das WordPress Dashboard heruntergeladen bzw. installiert werden. Das Backup Plugin erfreut sich großer Beliebtheit. Davon zeugen über 1 Millionen aktive Installationen. Für den Serverumzug ist die kostenlose Plugin-Variante völlig ausreichend. Das Premium Plugin bietet dennoch weitere Features, die für den einen oder anderen interessant sein könnten.

Schritt 2: Backup erstellen

Nach der Aktivierung des Plugins kann bereits mit der Sicherung der Datenbank und des Webspaces auf Hostgator begonnen werden.

Es ist sinnvoll, alle Plugins zuvor auf die neueste Version zu aktualisieren. Nicht-aktive Themes sollten am besten gelöscht werden, um nicht unnötigen Ballast umzuziehen.

Updraft Plus Backup
Backup mit UpdraftPlus ausführen

Per Default-Einstellung werden neben der Datenbank auch die Plugins, die Themes und Uploads bzw. Verzeichnisse aus wp-content zum Backup hinzugefügt. 

Nach dem Backup stehen die Daten bereit und können als Zip-Dateien heruntergeladen werden:

Schritt 3: Addon-Domain anlegen

Bei Siteground wird nun eine Addon-Domain mit dem Namen der umzuziehenden Domain angelegt:

Schritt 4: Nameservers anpassen

Bevor wir das Backup einspielen können, muss als nächstes der neue Hosting-Provider beim Domain Registrar bekannt gemacht werden. In meinem Fall ist die Domain via Namecheap registriert worden. Ich mache die Verbindung zu Siteground mittels einer Custom DNS. Die alte Einstellung lautete:

Die DNS von Hostgator wird durch die DNS von Siteground ersetzt:

Bis der Wechsel aktiv ist, können bis zu 24 Stunden verstreichen. Erfahrungsgemäß geht es aber deutlich schneller.

Danach zeigt die Domain auf den neuen Hosting-Provider. Der alte Webspace wird nicht mehr angezeigt und ist gewissermaßen offline. Mir wurde nach der Aktivierung ein 403-Fehler angezeigt:


Wir können jetzt aber die Domain über den neuen Hosting-Provider erreichen, dort WordPress installieren und das Backup einspielen.

Das sollte zeitnah erfolgen, da ja sonst der "alte" Inhalt der Webseite nicht mehr angezeigt wird, sondern ein leerer Domain-Inhalt.

Schritt 5: WordPress installieren

Zur Installation von WordPress wird im Cpanel auf das Siteground Softaculous Skript zurückgegriffen.

Im Anschluss wird das Updraft Plus Plugin auf den neuen Blog installiert.

Schritt 6: Backup einspielen

Die in Schritt 2 heruntergeladenen Backup-Dateien werden nun mittels des UpdraftPlus Plugins in den neuen Webspace geladen.

Dazu gehen wir auf den Menüpunkt "Backup/Restore" und auf "Existing Backup":

Über "Select Files" werden die 5 Backup-Dateien hochgeladen und anschließend via der "Restore"-Funktion das Backup eingespielt:

Ein erfolgreiche Backup-Prozedur wird mit einem "Restore sucessful" quittiert.

Fazit UpdraftPlus

Der Umzug eines Blogs von einem Hosting-Provider zu einem Provider gestaltet sich mit Hilfe des kostenlosen UpdraftPlus Plugin sehr einfach. Der gesamte Blog samt Inhalt, Plugins, Themes und Datenbank wird durch das Plugin in gezippte Archive gepackt.

Anschließend wird die Domain des Blogs mit dem neuen Hosting-Provider. Ab diesem Zeitpunkt ist alte Blog nicht mehr erreichbar. Auf dem neuen Webspace wird nun WordPress und das UpdraftPlus Plugin installiert. Die Archiv-Dateien werden mit Hilfe des Plugins hochgeladen und mit Hilfe der Restore-Funktionalität entpackt. Fertig.

So problemlos wie mit dem UpdraftPlus hat bei mir bisher noch kein WordPress-Umzug geklappt.

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